GedankenGut – SCHAUSPIELHAUS MATINÉE

Das Schauspielhaus startet seine Reihe GedankenGut – mit einer Matinée für Protagonisten und alle Interessierten der Hamburger Kultur, die wir sehr gerne unterstützen. Der Einritt ist frei.

Sonntag, 21. November · 11:00 – 13:00

Schöne Aussicht. Schöne Aussicht?

Was die Hamburger Kulturpolitik mit dem Deutschen Schauspielhaus zu tun hat, das Deutsche Schauspielhaus mit der Stadt, die Stadt mit dem Theater überhaupt, und was die Zukunft für die städtische Kultur bringen wird, nicht nur in Hamburg.

Darüber sprechen in einer Matinée die Kulturjournalisten TILL BRIEGLEB (Süddeutsche Zeitung), WOLFGANG HÖBEL (DER SPIEGEL), DIRK PILZ (Nachtkritik), PETER MICHALZIK (Frankfurter Rundschau) und HANS-JÜRGEN FINK (Hamburger Abendblatt). Die Gesprächsleitung hat STEFAN KEIM (Deutschlandradio Kultur, Die Welt), der im zweiten Teil der Matinée das Gespräch mit dem Publikum vertiefen wird.

Die Sparpläne des Senats, die einige Kultureinrichtungen der Stadt an den Rand ihrer Existenz gebracht oder sie sogar gekostet hätten, haben zweierlei bewirkt:

Zum einen eine große Solidarität der kulturinteressierten Bürger und aller Kultureinrichtungen untereinander (auch derer, die – diesmal? – nicht betroffen waren). Und zum zweiten die teilweise Zurücknahme dieser radikalen Pläne.

Ein Grund, sich entspannt zurückzulehnen? Wohl kaum. Daher wollen wir die Fragen, Probleme und Erkenntnisse, die jetzt in der Stadt erörtert werden, zu beantworten und einzukreisen versuchen – in dieser und in einer Reihe weiterer GedankenGut Veranstaltungen, die folgen werden.

Den Beginn macht eine Runde von Journalisten, die neben ihrer Kenntnis der Theaterszene stets auch das kulturpolitische Ganze im Blick haben. Wir werden also viel über unser Selbstverständnis als Kulturmetropole erfahren. Und darüber, wie wir künftig mit unseren Theatern, Museen und Bibliotheken umgehen müssen, können oder sollten.

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Hamburg geht ein Licht auf! Kultur und Bildung für alle: Laternenumzug am 28.10. für den Erhalt des Altonaer Museums

Ein Aufruf von schreberspacken.de, dem wir uns sehr gerne anschliessen:
TREFFPUNKT:
Hamburger Öffentliche Bücherhallen
Hühnerposten 1

Hamburg, 20097

Termin: 28. Oktober 2010 – 16:00 Uhr

Durch die Sparmaßnahmen des Hamburger Senats sollen wichtige Eckpfeiler bei der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche wegfallen.

Unter dem Motto “Wir sind das Altonaer Museum, das Schauspielhaus und die Bücherhallen.” findet am Donnerstag, den 28. Oktober um 16.00 Uhr eine Demo mit Laternenumzug vom Hühnerposten (vor den Bücherhallen) zur Kulturbehörde statt. Dort findet gegen 17.30 Uhr die Abschlusskundgebung statt.

Gegen die Schließung gibt es auch eine Facebook-Gruppe “Wir sind das Altonaer Museum” und das Twitter-Konto @altonaermuseum. Die Unterschriftenliste für den Erhalt des Altonaer Museums befindet sich hier als PDF.

Hier der offene Brief der Stiftung Historische Museen Hamburg zur geplanten Schließung am Ende des Jahres:

Wir sind das Altonaer Museum. Stiftung Historische Museen Hamburg

Was schließen wir eigentlich, wenn wir ein kulturhistorisches Museum schließen?

Der Hamburger Senat hat am Mittwochabend (22.9.2010) seinen Entschluss mitgeteilt, im Rahmen der Sparmaßnahmen für den Haushalt 2011 das Altonaer Museum zu schließen.

Das über 100 Jahre alte Haus, lange Zeit unter dem Namen „Norddeutsches Landesmuseum“ weit über die Hamburger Stadtgrenzen hinaus bekannt, ist eines der vier Haupthäuser der „Stiftung historische Museen Hamburg“.

Es fällt schwer zu glauben, dass hinter dem Beschluss, das Altonaer Museum zu schließen, die fragwürdigen Einsparungen von nicht einmal einer Million Euro pro Jahr stehen soll. Was auch immer die Entscheidung motiviert haben mag – was wird jenseits des eventuellen monetären „Gewinns“ für Hamburg durch eine solche Schließung wirklich gestrichen?

Museen sind Orte des intergenerationalen Dialogs, des Austauschs über verschiedene Weltanschauungen, kulturelle Vorstellungen und Praktiken und damit ein Ort der Verständigung über gegenwärtige und zukünftige Vorstellungen des gesellschaftlichen Miteinanders.

Museen vermitteln Kompetenz im Umgang mit Neuem, Anderem – Fremdem, stammen doch viele der ausgestellten Objekte aus zeitlich oder geographisch ferner liegenden kulturellen Zusammenhängen. In einer Vielzahl von Veranstaltungen wie Führungen, Vorträgen etc. wird nicht nur historisches Wissen vermittelt. Es geht in den Veranstaltun-gen und museumspädagogischen Angeboten vielmehr um den Erwerb eines breiten Spektrums an kulturellen, künstlerischen und sozialen Kompetenzen. Als ein Beispiel seien die museumspädagogischen Programme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Altonaer Museums erwähnt, die interkulturelle Kompetenzen sowie ein Bewusstsein für Mechanismen der Ausbildung der eigenen kulturellen Identität vermitteln und damit einen wichtigen Beitrag zu Integration, interkulturellem Austausch und interkultureller Erziehung leisten.

Als außerschulischer Lernort mit Angeboten für alle Generationen ist auch das Altonaer Museum ein wichtiger, verlässlicher und geschätzter Partner von Universitäten, Grundschulen, Gymnasien, Haupt- und Realschulen, Stadtteilschulen, Berufsschulen, KiTas, Senioren-Einrichtungen u.a. Bildungsträgern. Es ist selbst Anbieter von Fortbildungen für Lehrer und Erzieher sowie Partner für zahlreiche interdisziplinäre Kooperationen mit Partnern aus Bildung, Wirtschaft und Kultur.

In Zeiten schnellen Wandels und einer hohen Mobilität, die unsere Gesellschaft gegen-wärtig prägen, sind Kompetenzen in schneller Orientierung und im Erfassen historischer und aktueller Zusammenhänge gefordert. Dies ist eine der Kernkompetenzen eines kulturhistorischen Museums, die das Altonaer Museum einem breiten Publikum weit über die Grenzen Hamburgs hinaus zur Verfügung stellt.

Lebenslanges Lernen – kulturpolitisches Bekenntnis der Bundesregierung und der Hamburger Politik – braucht verlässliche Strukturen, Institutionen und Partner! Hamburg braucht in seiner Landschaft kultureller Bildung gut aufgestellte Orte für historisches Verständnis, um die Gegenwart dieser Stadt und ihrer zentralen nationalen und internationalen Rolle verstehen zu können, für kreatives Denken und das Entwickeln neuer Perspektiven für eine Metropolregion, die die Fragen der Gegenwart geschickt und zukunftsfähig lösen will. Museen auf eine Rolle von Institutionen des Bewahrens – und, falls das Geld reicht, Ausstellen von Gegenständen zu reduzieren, ist ein fataler Irrtum.

Sie sind international längst Akteure und Gestalter von Gegenwart, Dialogpartner und Orte des Dialogs für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Sie leisten einen Beitrag und haben einen Nutzen für die Gesellschaft, die aus dem Blickfeld geraten, wenn Fragen der Gestaltung von Gesellschaft und öffentlich zugänglicher kultureller Bildung unter rein monetären Aspekten betrachtet werden. Was für ein Zeichen setzt Hamburg als zweitgrößte Stadt und eine der reichsten Städte der Bundesrepublik?

Kontakt:
Altonaer Museum. Stiftung Historische Museen Hamburg, Museumstr.23, 22765 Hamburg
Dr. Klaus Gier, Pressestelle, Tel. 040 428135-2963, Mail klaus.gier@altonaermuseum.de
Mareike Ballerstedt, Museumspädagogik, Tel. 040 428135-1482, Mail mareike.ballerstedt@altonaermuseum.de

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Einigung mit der BKSM

Heute wurde eine neue Ziel-Leistungsvereinbarung zwischen der FABRIK Hamburg und der Kulturbehörde unterzeichnet, welche die Zukunft der FABRIK vorläufig sichern soll.
Im Folgenden die entsprechende Pressemitteilung von heute, 08.07.2010:

Die FABRIK zukunftssicher machen

Neue Ziel- und Leistungsvereinbarung unterzeichnet

Mit der gemeinsamen Vereinbarung haben die Senatorin für Kultur, Sport und Medien, Prof. Dr. Karin von Welck und Horst Dietrich von der FABRIK-Stiftung die Marschroute für das kommende Jahr festgelegt. Dazu einigten sie sich auf folgende Kernpunkte:

-     Das vielseitige, regional und überregional anspruchsvolle Kulturprogramm mit Schwerpunkt Musik für die unterschiedlichsten Zielgruppen, Altersklassen und Schichten mit dem Anspruch, neben dem Bekannten auch Neues zu entdecken und zu fördern, sowie

-     die tägliche kostenlose Kinder-, Jugend-, Erwachsenen-, und Altenarbeit vorrangig für Besucher aus dem Stadtteil mit dem Schwerpunkt der Kreativitätsförderung, sind und bleiben auch in Zukunft zentrale Ziele der FABRIK-Stiftung.

-     Die FABRIK sieht vor, die schon stattfindende Suche nach einem Nachfolger für Horst Dietrich zum 40. Geburtstag der FABRIK im Sommer 2011 abzuschließen. Horst Dietrich wird dann in den Aufsichtsrat der FABRIK-Stiftung wechseln.

-     Parallel dazu erarbeitet die FABRIK bis zum Frühjahr 2011 mit externer Unterstützung ein erweitertes betriebswirtschaftliches Konzept, das der künftige Vorstand als Empfehlung nutzen kann.

-     Die BKSM wird sich im Rahmen der aktuellen Haushaltsberatungen dafür einsetzen, dass die finanziellen Zuwendungen an die Fabrik im kommenden Doppelhaushalt 2011/2012 in unveränderter Höhe erhalten bleiben.

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Liebe Freundinnen und Freunde der Hamburger Kulturszene,

Euch ist sicherlich nicht entgangen, dass die Altonaer FABRIK Stiftung neuerlich
zum Ziel kulturbehördlicher Sparmaßnahmen werden soll. In einem Schreiben vom Mai knüpft die Behörde für Kultur, Sport und Medien die bloße Überlegung, ihre Förderung für die Stiftung über das Jahr 2010 hinaus fortzusetzen, an Forderungen, welche die Programm-Struktur der FABRIK nachhaltig von kommerziellen Interessen anstelle kultureller Vielfalt bestimmt sähen. Die Worte „Kultur“ und „Behörde“ passen hier offenbar wieder einmal nicht gut zusammen.
Sollte die FABRIK Stiftung sich weigern, 39 Jahre erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit und eine vielfältige Abendunterhaltung mit Musik, Lesungen und Theater für das Ziel aufzugeben, zukünftig den bloßen kommerziellen Erfolg in den Vordergrund zu stellen, droht ihr der Entzug der Förderung. Damit geriete ein Hamburger Unikat in Gefahr, das weit über die Grenzen der Stadt hinaus dafür bekannt und beliebt ist, zu vernünftigen Preisen ein Kulturforum auch für Veranstaltungen abseits des Mainstream zu bieten.
Zudem setzen die Pläne der Behörde die langjährige Kinder- und Jugendarbeit der FABRIK aufs Spiel, mit der das Haus täglich zum Anlaufpunkt sonst oft genug unbetreuter Kinder geworden ist. Für diese Arbeit blieben aus den erhofften Gewinnen eines kommerziell ausgerichteten Abendprogramms bestenfalls noch ein paar Almosen übrig.

Dagegen regt sich nun Widerstand nicht nur in jenem bunten Viertel, dem die FABRIK Stiftung zum kulturellen Zentrum geworden ist.

Zur Unterstützung der FABRIK Stiftung hat sich jetzt das Bündnis „Kultur für Alle – Fabrik erhalten!“ gegründet.

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